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Sexualität nach Trauma

Behutsam wieder Sicherheit finden

Belastende Erfahrungen können Spuren in der Sexualität hinterlassen – manchmal erst Jahre später. Nähe, Berührung oder Lust fühlen sich dann vielleicht fremd, beängstigend oder weit weg an. Es ist möglich, Schritt für Schritt wieder einen sicheren und eigenen Zugang zu finden.

Wenn der Körper sich erinnert

Trauma kann viele Ursachen haben: sexualisierte Gewalt oder Übergriffe, aber auch eine schwierige Geburt, medizinische Eingriffe, Krankheit oder grenzverletzende Beziehungen. Mögliche Auswirkungen auf die Sexualität sind zum Beispiel:

Anspannung, Erstarren oder das Gefühl, «nicht ganz da» zu sein
Plötzliche Erinnerungen, Angst oder Ekel bei Nähe
Vermeiden von Sexualität oder bestimmten Berührungen
Schwierigkeiten, eigene Grenzen zu spüren und zu setzen
Schmerzen oder fehlende Lust

Diese Reaktionen sind keine Schwäche. Sie sind Schutzmechanismen Ihres Körpers.

Was Sie erwarten können

Sie bestimmen das Tempo. Sie müssen nicht erzählen, was passiert ist, um an Ihrer Sexualität arbeiten zu können. Im Vordergrund stehen Sicherheit, Stabilität und das Gefühl, wieder selbst entscheiden zu können.

Gemeinsam schauen wir, was Ihnen guttut, wie Sie Ihren Körper wieder freundlicher wahrnehmen und wie Sie Grenzen spüren und ausdrücken können. Die Arbeit findet vollständig bekleidet statt, es gibt keinen Körperkontakt.

Sexualtherapie und Traumatherapie

Sexualtherapie ersetzt keine Traumatherapie. Wenn Sie stark belastet sind – etwa durch Flashbacks, Panik oder Schlafprobleme – ist eine traumatherapeutische Begleitung der erste Schritt. Sexualtherapie kann ergänzend dazu sinnvoll sein. Gerne bespreche ich mit Ihnen, welche Unterstützung gerade passt.

Akute Unterstützung
Die Dargebotene Hand: Telefon 143
(rund um die Uhr, anonym)

Opferhilfe: Telefon 142
(rund um die Uhr)
opferhilfe-schweiz.ch

Im Notfall: Polizei 117 · Sanität 144

Häufige Fragen

Muss ich erzählen, was passiert ist?

Nein. Sie entscheiden, was Sie teilen möchten. Wir können an Ihrer heutigen Sexualität arbeiten, ohne die Erlebnisse im Detail zu besprechen.

Woran merke ich, ob ich bereit bin?

Wenn Sie den Wunsch haben, an Ihrer Sexualität zu arbeiten, und sich im Alltag einigermassen stabil fühlen, ist das ein guter Ausgangspunkt. Im Erstgespräch klären wir gemeinsam, ob Sexualtherapie gerade das Richtige ist.

Kann mein:e Partner:in mitkommen?

Ja, wenn Sie das möchten. Oft ist es hilfreich, zuerst allein zu kommen und später gemeinsame Sitzungen zu planen.

Übernimmt die Krankenkasse die Kosten?

Die Kosten werden in der Regel nicht von der Grundversicherung übernommen. Für Zusatzversicherungen lohnt es sich, vorgängig nachzufragen. Eine Sitzung kostet CHF 150 (Einzel, 50 Min.) bzw. CHF 225 (Paar, 75 Min.); ein Sozialtarif ist auf Anfrage möglich.

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Bereit für ein
erstes Gespräch?

Der erste Schritt fällt oft am schwersten. Wenn Sie Fragen haben oder einen Termin vereinbaren möchten, schreiben Sie mir. Ich melde mich so bald wie möglich – in der Regel innerhalb von 48 Stunden.

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