Ein normaler Unterschied
Wie oft und auf welche Weise wir Lust haben, ist von Mensch zu Mensch verschieden – und verändert sich im Laufe einer Beziehung. Unterschiedliche Lust ist kein Zeichen, dass mit Ihnen oder Ihrer Beziehung etwas nicht stimmt.
Belastend wird es, wenn sich Muster festsetzen, zum Beispiel:
Lust entsteht unterschiedlich
Bei manchen Menschen entsteht Lust spontan, scheinbar aus dem Nichts. Bei anderen entsteht sie erst, wenn Nähe, Berührung und Erregung schon da sind. Beides ist normal – führt aber leicht zu Missverständnissen.
Auch Stress, Kinder, Routine, ungelöste Konflikte oder Sex, der für eine Person wenig befriedigend ist, spielen oft eine Rolle.
Wie Sexualtherapie helfen kann
Gemeinsam schauen wir an, wie Lust bei Ihnen beiden entsteht, was sie fördert und was sie bremst. Wir suchen eine Sprache für Wünsche und Grenzen und entwickeln Ideen, wie Nähe wieder ohne Druck möglich wird.
Sie können als Paar oder allein kommen. Ziel ist nicht, dass beide gleich viel wollen, sondern dass sich beide gesehen fühlen.
Die Arbeit findet vollständig bekleidet statt, es gibt keinen Körperkontakt.
Häufige Fragen
Wer hat das «Problem» – die Person mit mehr oder mit weniger Lust?
Keine von beiden. Unterschiedliche Lust ist ein gemeinsames Thema der Beziehung. Darum lohnt es sich, gemeinsam hinzuschauen.
Was, wenn meine Partnerin oder mein Partner nicht mitkommen möchte?
Sie können auch allein beginnen. Oft verändert sich schon viel, wenn eine Person neue Wege ausprobiert.
Wie viel Sex ist normal?
Es gibt keine richtige Häufigkeit. Wichtig ist, ob Sie beide mit Ihrer Sexualität zufrieden sind.
Übernimmt die Krankenkasse die Kosten?
Die Kosten werden in der Regel nicht von der Grundversicherung übernommen. Für Zusatzversicherungen lohnt es sich, vorgängig nachzufragen. Eine Sitzung kostet CHF 150 (Einzel, 50 Min.) bzw. CHF 225 (Paar, 75 Min.); ein Sozialtarif ist auf Anfrage möglich.