Eine Zeit der Veränderung
Nach einer Geburt brauchen Körper und Beziehung Zeit. Häufige Themen sind zum Beispiel:
Es gibt keinen richtigen Zeitpunkt, wann Sexualität wieder «normal» sein muss.
Was den Körper beeinflusst
In der Stillzeit sind die Hormone verändert. Das kann die Lust dämpfen und die Schleimhäute trockener machen. Geburtsverletzungen, Narben und ein geschwächter Beckenboden brauchen Zeit zum Heilen.
Bei anhaltenden Schmerzen ist eine Abklärung in der Gynäkologie wichtig. Auch eine Rückbildungs- oder Beckenboden-Physiotherapie kann helfen.
Auch Väter und Co-Eltern erleben Veränderungen: neue Rollen, Müdigkeit oder Unsicherheit, wie sie ihrer Partnerin oder ihrem Partner begegnen sollen.
Wie Sexualtherapie helfen kann
Gemeinsam schauen wir an, was sich verändert hat und was Sie sich wünschen. Mit Informationen, Wahrnehmungsübungen und kleinen Schritten finden Sie wieder Zugang zu Ihrem Körper, zu Ihrer Lust und zueinander.
Sie können allein oder als Paar kommen. Die Arbeit findet vollständig bekleidet statt, es gibt keinen Körperkontakt.
Häufige Fragen
Wann ist Sex nach der Geburt wieder möglich?
Das ist sehr individuell. Wichtig ist, dass Geburtsverletzungen verheilt sind und Sie sich bereit fühlen. Bei Unsicherheit oder Schmerzen hilft eine Abklärung in der Gynäkologie.
Ist es normal, nach der Geburt keine Lust zu haben?
Ja, das ist sehr häufig – unter anderem wegen veränderter Hormone, Schlafmangel und der neuen Lebenssituation. Wenn es Sie oder Ihre Beziehung belastet, kann eine Begleitung hilfreich sein.
Kann ich auch Jahre nach der Geburt noch kommen?
Ja. Viele Paare merken erst später, dass sich ihre Sexualität seit der Geburt verändert hat. Es ist nie zu spät, hinzuschauen.
Übernimmt die Krankenkasse die Kosten?
Die Kosten werden in der Regel nicht von der Grundversicherung übernommen. Für Zusatzversicherungen lohnt es sich, vorgängig nachzufragen. Eine Sitzung kostet CHF 150 (Einzel, 50 Min.) bzw. CHF 225 (Paar, 75 Min.); ein Sozialtarif ist auf Anfrage möglich.